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Manchmal ist es ja so, dass man sich mit bestimmten Themen, liebe Dillenburgerinnen
und Dillenburger, nach einer Weile gar nicht mehr auseinandersetzen möchte. Das Thema
Wirtschaftskrise" und Eurokrise" sind ja solche. Themen, die uns seit Monaten beschäftigen.
Auch hier vor Ort, bei uns in Dillenburg. Die Einnahmen aus den Haupteinnahmequellen
Gewerbesteuer und Einkommenssteuer reichen bei weitem nicht aus, um die vielen Aufgaben, die
uns als Stadt drücken zu finanzieren. Dabei dürfen wir nicht den Fehler machen allein auf
die Bautätigkeit der Stadt zu schauen. Nein, da sind viele andere sehr viel teurere Pflichten, die
uns drücken. Allein die Kindergärten mit 3,7 Millionen Euro, die alle Dillenburger
Steuerzahler jedes Jahr auf die Beiträge der Eltern noch einmal drauflegen. Baumkontrollen,
Kanalkontrollen, Vergaberecht, Verkehrssicherungspflichten und, und, und. Die daraus resultierende
Schieflage des Haushalts wird dieses Jahr eines der zentralen Themen der politischen Arbeit unserer
Stadt sein. Im Interesse der Dillenburger, müssen wir harte Einschnitte machen. Warum im
Interesse der Dillenburger? Was haben wir mit dem Haushalt der Stadt zu tun? Es ist eben unser
Haushalt und was passiert, wenn ein Staat jahrzehntelang mehr Wünsche erfüllt als bezahlbar sind,
zeigt Griechenland. Da trifft es zwischenzeitlich auch eben die Bürger und deren private
Geldbörse. Irgend jemand muss für die Schulden auch der öffentlichen Hand aufkommen. Dem
versuchen wir entgegen zu steuern. Zumindest hier in Dillenburg.
Ihr
Michael Lotz
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