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Ausgabe Nr. 43 - 10. Jahrgang
Donnerstag, 2. Februar 2012
Erscheinungsweise wöchentlich donnerstags in

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Ein ganz besonderes Praktikum von Nico Hudel

Die Waldgruppe Manderbach stellt sich vor

Manderbach. Dreckig, nass, Spaß haben und völlig geschlaucht nach Hause kommen _ das sind die Grashüpfer der Waldgruppe der Manderbacher Kindertagesstätte. Mein Name ist Nico Hudel und ich bin 15 Jahre alt. Ich entschied mich mein Schulpraktikum in der Waldgruppe der Kita Manderbach zu machen, und habe es nicht bereut. Morgens treffen sich alle Kinder und Erzieher im Kreis, um sich zu begrüßen. Bevor sie sich auf den Weg zum Container, dem Aufenthaltsort der Waldgruppe machen, wird lauthals das Begrüßungslied geschmettert. Beim Container frühstücken sie dann, manchmal im Tipi oder an der Feuerstelle, aber auch im Container. Dann singen sie ihr Frühstückslied. Für die, die es wissen wollen: Es werden sich vor dem Frühstück die Hände gewaschen! Nach dem Frühstück dürfen Kinder frei spielen, z.B. auf einem Erdhügel graben, oder sich im Container, wo Knete und Malzeug zur Verfügung stehen, beschäftigen. Um das zu erledigen, was jeder Mensch früher oder später einmal tun muss, steht der leicht überdüngte Pipi-Baum zur Verfügung. Um kurz vor zwölf wird dann das Aufräumen ausgerufen und alle helfen mit! Danach wird sich noch einmal im Kreis getroffen, um vielleicht zu erzählen, was die Kinder heute so gemacht haben und um das Abschiedslied zu singen. Natürlich läuft nicht jeden Morgen dasselbe ab, das wäre ja viel zu langweilig! Die Waldgruppe trifft sich dienstags direkt am Container, um größere Wanderungen zu machen, wie z.B. zu einem Spielplatz oder zum sogenannten „Piratenschiff" zu gehen und donnerstags, um gemeinsam zu frühstücken. Das Frühstück wird natürlich selbst zubereitet und fällt immer unterschiedlich aus. In meiner Zeit gab es z.B. zu dem ganzen Obst und Gemüse einmal Kartoffelbrei, Apfelbrei und Apfelpfannkuchen! Eine ungewöhnliche Kombi, aber es war alles selbst gemacht und sogar die Äpfel waren selbst gepflückt. Genau, Apfelsaft wurde auch einige Tage vorher gepresst und getrunken. Erstaunlich fand ich, dass die Kinder den ganzen Morgen durchhalten, auch wenn mal eine längere Wanderung ansteht. Wahrscheinlich, eigentlich bin in mir ziemlich sicher, dass es an der Situation in der Gruppe liegt: Kein Kind wird ausgeschlossen, es wird zum Mitspielen ermutigt und alle halten zusammen. Das konnte ich selbst erfahren, denn ich wurde gut integriert und fühlte mich sehr wohl. Geleitet wird die Waldgruppe von drei Erzieherinnen: Pia, Isabelle (Isa) und Rebekka , drei jungen und sehr netten Erzieherinnen. Ja, sie lesen richtig: drei Frauen, aber diese sind sich für nichts zu schade! Mir hat mein Praktikum in der Waldgruppe sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich immer, wenn die Schulferien beginnen und ich die Waldkinder besuchen kann!

Es sind noch einige wenige Plätze in der Waldgruppe frei. Super Sache! Also schnell die „Ableger" anmelden. Für mich steht fest: Meine Kinder gehen auf jeden Fall in die Waldgruppe!

Ein Praktikum der besonderen Art verbrachte Nico Hudel mit den Manderbacher „Waldkindern" des Kindergartens. Selbstverständlich durfte ein Gruppenfoto zum Abschied nicht fehlen.