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| Untere Naturschutzbehörde bittet dringend
alle Autofahrer
um Rücksicht
Wanderschäfer wieder
unterwegs mit Herden
Region. Jetzt sind sie wieder unterwegs _ die Wanderschäfer mit ihren Herden. Im Auftrag der
Unteren Naturschutzbehörde sorgen sie dafür, dass die wertvollen Wacholderheiden nicht durch Ginster
und Schwarzdorn verbuschen, sondern ihren offenen Charakter behalten. Bis vor wenigen Jahrzehnten
war die Weidewirtschaft auch auf trockenen Hanglagen typisch für die Region. Der aufwachsende
Wacholder wurde nicht verbissen und konnte sich ungestört entwickeln. Besonders interessant aber waren
diese Flächen durch ihre Vielzahl an blühenden Kräutern, die dem Vieh gut schmeckten. Heute gibt es
nur wenige solche Heideflächen - 10 davon sind als Naturdenkmale ausgewiesen und werden im
Rahmen des Vertragsnaturschutzes beweidet. Sie sind ökologisch von hoher Bedeutung und als Relikte
einer ehemals typischen Landnutzung Teil unserer historischen Kulturlandschaft. Wenn die Herden auf
die Heiden geführt werden, müssen sie heute vielfach stark befahrene Straßen kreuzen. Zwar sind
Schäfer und Hund höcht aufmerksam, trotzdem kommt es zu kritischen Situationen im Straßenverkehr.
Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Hofmann, als Dezernent auch für den Naturschutz zuständig, bittet
die Autofahrer, ausreichenden Sicherheitsabstand zu halten und zu warten, bis auch das letzte Tier die
Straße passiert hat. So können Schreckreaktionen in der Herde verhindert werden. Des öfteren, so
Hofmann, würden die Schafherden auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen gegen den nachfolgenden
Verkehr gesichert. Da diese Fahrzeuge nur im Schritttempo fahren, sei auch hier Vorsicht geboten.
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